Hagen Rether: Liebe


Alle Programme des Kabarettisten Hagen Rether tragen den Titel "Liebe", nur die Inhalte ändern sich. 2008 erhält er in der Sparte Kabarett den Deutschen Kleinkunstpreis. In der Begründung der Jury heißt es: "Damit zeichnet die Jury einen klavierspielenden Kabarettisten aus, der mit sanfter Stimme und voller Angriffslust das Weltgeschehen beiläufig plaudernd auseinander nimmt. Seinen Auftritt stellt der sarkastische Aufklärer unter das Thema 'Liebe', das einzige, was in seinem Programm nicht vorkommt. Nie hat Desillusionierung soviel Spaß gemacht!"

Der Mann am Klavier leidet (in mehreren Rollen) am bürgerlichen Leben wie auch den weltpolitischen Zuständen und macht sich Luft in ätzenden Wortkaskaden – stets tagesaktuell. Dann spielt er etwas Bach und schlachtet mehrere Popikonen, flüstert und schreit, singt, grunzt und jodelt, schwadroniert Kultur- und Kapitalismuskritisches, schleicht und rast im Wechsel über die Schmerzgrenze des Publikums. Es purzeln Kategorien und Genre-Regeln: Was ist das nur? Ein blasphemischer Liederabend? Dadaistisches Improtheater? Slam-Poetry? Zeitgeist- Satire? Klaviercomedy oder Polit-Kabarett? Jedenfalls dies: unverschämt.

Unauffällig wie ein Barpianist schleicht er sich mit einigen leisen Akkorden heran, um scheinbar ganz unverbindlich ins Plaudern zu geraten. Hier ein Witzchen, dort eine Übertreibung, da ein Kalauer und plötzlich wird Rether so treffend und bösartig wie derzeit kaum einer seiner Kollegen. Mit der einschmeichelnden Stimme des netten Psychologen von Nebenan trifft Hagen Rether ins Schwarze, sei es beim tagesaktuellen Bundesalltag oder den globalen Zusammenhängen im Großen und Ganzen. Er schwankt virtuos zwischen Albernheit und tiefer Tragik, Größenwahn und Verlegenheit, Flirt und Attacke - sein Publikum zwischen Liebe, Lachtränen und stummem Entsetzen. Bittersüß!

Hagen Rether kommt aus Essen und macht so gutes Kabarett, dass er seit 2003 mit Preisen überhäuft wurde. Er bietet eine frische Variante im Kleinkunstgenre, voller Überraschungen in Form und Inhalt, lakonisch und zynisch, klug und hintersinnig – und dabei so elegant, wie es Hagen Rethers Äußeres verspricht.

"Das ist also der böse Bube des Gegenwarts- kabaretts, der zäh-krampfigen Comedy-Brei mit einem Blubb kalter Ironie zupflastert und den Winsel-Pop von Herbert Grönemeyer im Tränen-Abflussrohr für Liedermacher versiegen lässt." (Münchner Merkur)

"Drei Stunden lang nimmt er planvoll und ohne Hast, voller Sarkasmus, Ironie und Angriffslust das Weltgetriebe auseinander – die personifizierte Rache des ewig auf Abstand gehaltenen Intellektuellen an den ‚Machern’ dieser Welt. Die uralte kritische Botschaft, die Verlogenheit der Konsumgesellschaft und des Establishments zu geißeln, erfüllt er subversiv, nonchalant und hundsgemein". (Süddeutsche Zeitung)

"Keine Frage, mit Rethers kurzweilig-intelligenter, oft hochpolitischer Pianoplauderei ist das deutsche Musikkabarett endlich im 21. Jahrhundert angekommen.” (FAZ)

"Das Programm heißt übrigens LIEBE. Es ist eine Sternstunde des Kabaretts." (Frankfurter Rundschau)

"... ist Aufklärer und möchte im Lichte Kants und Lessings Erhellendes sagen – gegen Heuchelei, Angstmacherei, Ungerechtigkeit und Verdummung. Das sollte gutes Kabarett leisten, auch wenn es Gefühle verletzt. Vielleicht muss gutes Kabarett heutzutage auch Gefühle verletzen, um den Panzer aus Stumpfsinn zu durchschlagen, der sich über die Welt zu legen droht." (Mannheimer Morgen)

"Denn Hagen Rether hat viel mehr drauf: Er zeigte sich als eine Art Neil Postman des Kabaretts, erbarmungslos nimmt er das Weltgeschehen auseinander." (Westdeutsche Zeitung)

"Rether ist zynisch, respektlos, politisch absolut unkorrekt und fabelhaft." (Hamburger Abendblatt)

"Hagen Rether bringt etwas auf die Bühne, das bei jungen Kabarettisten keineswegs selbstverständlich ist: einen eigenen Stil, der gepaart ist mit Können, Souveränität und Ausstrahlung." (Stuttgarter Zeitung)


Starts
9/11/2010 @ 8:00
Ends
9/11/2010
Location
St. Pauli Theater
Spielbudenplatz 29-30
Hamburg, HH

Alle Programme des Kabarettisten Hagen Rether tragen den Titel "Liebe", nur die Inhalte ändern sich. 2008 erhält er in der Sparte Kabarett den Deutschen Kleinkunstpreis. In der Begründung der Jury heißt es: "Damit zeichnet die Jury einen klavierspielenden Kabarettisten aus, der mit sanfter Stimme und voller Angriffslust das Weltgeschehen beiläufig plaudernd auseinander nimmt. Seinen Auftritt stellt der sarkastische Aufklärer unter das Thema 'Liebe', das einzige, was in seinem Programm nicht vorkommt. Nie hat Desillusionierung soviel Spaß gemacht!"

Der Mann am Klavier leidet (in mehreren Rollen) am bürgerlichen Leben wie auch den weltpolitischen Zuständen und macht sich Luft in ätzenden Wortkaskaden – stets tagesaktuell. Dann spielt er etwas Bach und schlachtet mehrere Popikonen, flüstert und schreit, singt, grunzt und jodelt, schwadroniert Kultur- und Kapitalismuskritisches, schleicht und rast im Wechsel über die Schmerzgrenze des Publikums. Es purzeln Kategorien und Genre-Regeln: Was ist das nur? Ein blasphemischer Liederabend? Dadaistisches Improtheater? Slam-Poetry? Zeitgeist- Satire? Klaviercomedy oder Polit-Kabarett? Jedenfalls dies: unverschämt.

Unauffällig wie ein Barpianist schleicht er sich mit einigen leisen Akkorden heran, um scheinbar ganz unverbindlich ins Plaudern zu geraten. Hier ein Witzchen, dort eine Übertreibung, da ein Kalauer und plötzlich wird Rether so treffend und bösartig wie derzeit kaum einer seiner Kollegen. Mit der einschmeichelnden Stimme des netten Psychologen von Nebenan trifft Hagen Rether ins Schwarze, sei es beim tagesaktuellen Bundesalltag oder den globalen Zusammenhängen im Großen und Ganzen. Er schwankt virtuos zwischen Albernheit und tiefer Tragik, Größenwahn und Verlegenheit, Flirt und Attacke - sein Publikum zwischen Liebe, Lachtränen und stummem Entsetzen. Bittersüß!

Hagen Rether kommt aus Essen und macht so gutes Kabarett, dass er seit 2003 mit Preisen überhäuft wurde. Er bietet eine frische Variante im Kleinkunstgenre, voller Überraschungen in Form und Inhalt, lakonisch und zynisch, klug und hintersinnig – und dabei so elegant, wie es Hagen Rethers Äußeres verspricht.

"Das ist also der böse Bube des Gegenwarts- kabaretts, der zäh-krampfigen Comedy-Brei mit einem Blubb kalter Ironie zupflastert und den Winsel-Pop von Herbert Grönemeyer im Tränen-Abflussrohr für Liedermacher versiegen lässt." (Münchner Merkur)

"Drei Stunden lang nimmt er planvoll und ohne Hast, voller Sarkasmus, Ironie und Angriffslust das Weltgetriebe auseinander – die personifizierte Rache des ewig auf Abstand gehaltenen Intellektuellen an den ‚Machern’ dieser Welt. Die uralte kritische Botschaft, die Verlogenheit der Konsumgesellschaft und des Establishments zu geißeln, erfüllt er subversiv, nonchalant und hundsgemein". (Süddeutsche Zeitung)

"Keine Frage, mit Rethers kurzweilig-intelligenter, oft hochpolitischer Pianoplauderei ist das deutsche Musikkabarett endlich im 21. Jahrhundert angekommen.” (FAZ)

"Das Programm heißt übrigens LIEBE. Es ist eine Sternstunde des Kabaretts." (Frankfurter Rundschau)

"... ist Aufklärer und möchte im Lichte Kants und Lessings Erhellendes sagen – gegen Heuchelei, Angstmacherei, Ungerechtigkeit und Verdummung. Das sollte gutes Kabarett leisten, auch wenn es Gefühle verletzt. Vielleicht muss gutes Kabarett heutzutage auch Gefühle verletzen, um den Panzer aus Stumpfsinn zu durchschlagen, der sich über die Welt zu legen droht." (Mannheimer Morgen)

"Denn Hagen Rether hat viel mehr drauf: Er zeigte sich als eine Art Neil Postman des Kabaretts, erbarmungslos nimmt er das Weltgeschehen auseinander." (Westdeutsche Zeitung)

"Rether ist zynisch, respektlos, politisch absolut unkorrekt und fabelhaft." (Hamburger Abendblatt)

"Hagen Rether bringt etwas auf die Bühne, das bei jungen Kabarettisten keineswegs selbstverständlich ist: einen eigenen Stil, der gepaart ist mit Können, Souveränität und Ausstrahlung." (Stuttgarter Zeitung)


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